Der Devisenmarkt (Foreign Exchange, kurz Forex oder FX) ist der weltgrößte und liquideste Finanzmarkt mit einem täglichen Handelsvolumen von etwa 7,5 Billionen US-Dollar laut dem Triennalbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) aus dem Jahr 2022. Zum Vergleich: Die gesamten US-Aktienmärkte (NYSE + NASDAQ) verarbeiten täglich etwa 25 Milliarden Dollar — weniger als 0,4% des täglichen Forex-Volumens.
Der Forex-Markt ist dezentralisiert und operiert rund um die Uhr, 5 Tage pro Woche, über ein globales Netzwerk aus Banken, Brokern, Hedgefonds, Zentralbanken und Privatanlegern. Die wichtigsten Handelszentren sind London (~38% des Weltvolumens), New York (~17%), Singapur (~9%), Hongkong (~8%) und Tokio (~5%).
Währungswerte werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt, wobei die wichtigsten Treiber das Zinsdifferenzial zwischen Ländern, Wirtschaftsdaten (BIP, Inflation, Beschäftigung), Zentralbankpolitik und globale Kapitalströme sind. Wenn die Fed die Zinsen anhebt, während die EZB sie konstant hält, werden auf Dollar lautende Vermögenswerte für globale Investoren attraktiver — was die Nachfrage nach Dollar steigert und den Kurs stärkt.