Der S&P 500 — von S&P Global verwaltet — umfasst 500 große US-Unternehmen, ausgewählt nach Marktkapitalisierung, Liquidität und Sektorverteilung. Er ist nach Marktkapitalisierung gewichtet, sodass größere Unternehmen wie Apple, Microsoft und NVIDIA einen überproportionalen Einfluss haben. Die 10 größten Positionen machen ca. 35 % des Indexgewichts aus. Der S&P 500 ist die Benchmark, die von den meisten institutionellen Investoren, Pensionsfonds und Indexfonds weltweit verwendet wird.
Der Nasdaq Composite listet über 3.000 ausschließlich an der Nasdaq notierte Aktien und ist stark auf Technologie- und Wachstumsunternehmen ausgerichtet. Der Nasdaq-100 (QQQ) bildet die 100 größten Nicht-Finanzwerte des Nasdaq ab. Der Nasdaq tendiert dazu, bei niedrigen Zinsen und hohem Wachstum zu übertreffen und bei Zinserhöhungszyklen zu unterperformen (wie 2022, als er um 33 % fiel).
Der Dow Jones Industrial Average ist der älteste US-Aktienindex (1896) und bildet 30 große US-Unternehmen ab. Er ist kursgewichtet — ein höherer Aktienkurs hat mehr Einfluss — was ihn weniger repräsentativ macht als den marktkapitalisierungsgewichteten S&P 500.
Für deutsche Anleger, die über UCITS-ETFs (etwa von iShares, Vanguard oder Xtrackers) in diese drei Indizes investieren, ist die Unterscheidung zwischen Kursindex und Performanceindex wichtig: die meisten an deutschen Börsen gehandelten S&P-500- und Nasdaq-100-ETFs reinvestieren Dividenden automatisch (thesaurierend) oder schütten sie aus, was sich direkt auf die Vorabpauschale und die deutsche Abgeltungssteuer auswirkt.