Wirtschaftszyklen: 34 Fälle, und kein einziger Durchschnittsfall
Über Konjunkturzyklen wird meist in Phasenmodellen geschrieben — Aufschwung, Hochphase, Abschwung, Tiefphase. Was sich dagegen auszählen lässt, ist ihre Dauer, und für die Vereinigten Staaten liegt sie seit Dezember 1854 vollständig vor: 34 datierte Abschwünge mit einer Länge zwischen 2 und 65 Monaten. Der Durchschnitt beträgt 17,0 Monate und beschreibt keinen einzigen dieser Fälle gut. Diese Seite zeigt die Verteilung statt des Modells.
Eine Chronologie, vier Zeiträume, kein Phasenmodell
Was gelesen wurde. Die Chronologie des National Bureau of Economic Research mit Monat und Quartal jedes Wendepunkts seit Dezember 1854, die Dauer jedes Abschwungs, jedes Aufschwungs und jedes vollständigen Zyklus sowie die vier Durchschnittszeilen, die die Tabelle selbst am Fuß ausweist. Gelesen am 13. August 2026.
Was nicht enthalten ist. Kein Phasenmodell mit vier oder sechs Stationen, keine Zuordnung von Anlageklassen zu Phasen, keine Aussage darüber, in welcher Phase wir uns befinden. Und keine europäische Chronologie: Die veröffentlichende Stelle antwortete am 13. August 2026 bei zwei Versuchen mit dem Fehlercode 403.
Was diese Seite nicht ist. Keine Anlageberatung, keine Empfehlung und keine Prognose zur Dauer eines laufenden Zyklus. Vextor Capital erhält kein Entgelt von Datenanbietern.
Was ein Zyklus in dieser Chronologie ist
Die Tabelle des NBER hat zwei Spalten für Wendepunkte und drei für Dauern. Ein Höhepunkt ist der letzte Monat vor dem Rückgang, eine Talsohle der letzte Monat des Rückgangs. Aus diesen beiden ergeben sich drei Längen: die des Abschwungs, gerechnet vom Höhepunkt zur Talsohle; die des Aufschwungs, gerechnet von der Talsohle zum nächsten Höhepunkt; und die des vollständigen Zyklus, die man von Talsohle zu Talsohle oder von Höhepunkt zu Höhepunkt messen kann und die deshalb in zwei Spalten steht.
Eine Eigenheit der Tabelle verdient Beachtung, weil sie beim Weiterverwenden Fehler erzeugt: Zu jedem Wendepunkt steht neben dem Monat auch ein Quartal, und die Tabelle markiert eigens die Fälle, in denen dieses Quartal den Monat gar nicht enthält. Der Höhepunkt vom Februar 2020 etwa trägt das Quartal 2019-Q4. Wer Quartalsdaten mit der Chronologie verknüpft, ohne diese Markierung zu lesen, ordnet Beobachtungen der falschen Phase zu.
Die vier Zeiträume, wie die Tabelle sie selbst ausweist
Alle Angaben in Monaten. Die erste Zeile umfasst die gesamte Reihe, die drei folgenden sind die Teilzeiträume, in die die Chronologie selbst unterteilt.
| Zeitraum | Abschwung | Aufschwung | Zyklus, Talsohle zu Talsohle | Zyklus, Höhepunkt zu Höhepunkt |
|---|---|---|---|---|
| 1854 – 2020, alle 34 Fälle | 17,0 | 41,4 | 58,4 | 59,2 |
| 1854 – 1919 | 21,6 | 26,6 | 48,2 | 48,9 |
| 1919 – 1945 | 18,2 | 35,0 | 53,2 | 53,0 |
| 1945 – 2020 | 10,3 | 64,2 | 74,5 | 75,0 |
Die Bewegung zwischen den drei Teilzeiträumen ist eindeutig und geht in beiden Spalten in entgegengesetzte Richtungen: Die durchschnittliche Dauer eines Abschwungs halbierte sich von 21,6 auf 10,3 Monate, während die eines Aufschwungs sich mehr als verdoppelte, von 26,6 auf 64,2 Monate. Der vollständige Zyklus wurde dadurch von 48,2 auf 74,5 Monate länger. Die Chronologie enthält keine Erklärung dafür, und diese Seite bietet keine an — sie stellt lediglich fest, dass die Zahlen der drei Zeiträume nicht austauschbar sind. Wer mit dem Durchschnitt über 166 Jahre rechnet, rechnet mit einer Größe, die ganz überwiegend aus dem neunzehnten Jahrhundert stammt.
Die Ränder der Verteilung
| Fall | Dauer | Zeitraum |
|---|---|---|
| Längster Abschwung | 65 Monate | Oktober 1873 bis März 1879 |
| Zweitlängster Abschwung | 43 Monate | August 1929 bis März 1933 |
| Kürzester Abschwung | 2 Monate | Februar 2020 bis April 2020 |
| Zweitkürzester Abschwung | 6 Monate | Januar 1980 bis Juli 1980 |
| Längster Aufschwung | 128 Monate | Juni 2009 bis Februar 2020 |
| Zweitlängster Aufschwung | 120 Monate | März 1991 bis März 2001 |
| Drittlängster Aufschwung | 106 Monate | Februar 1961 bis Dezember 1969 |
| Kürzester Aufschwung | 10 Monate | Juli 1980 bis Juli 1981 |
Der kürzeste und der längste Abschwung unterscheiden sich um den Faktor 32,5. Beim Aufschwung liegen 10 und 128 Monate auseinander, also der Faktor 12,8. Diese Spannen sind der Grund, weshalb die Durchschnitte in der vorigen Tabelle mit Vorsicht zu lesen sind: Sie beschreiben eine sehr breite Verteilung, in der kein Fall in der Mitte liegt, weil es keinen typischen Fall gibt.
Bemerkenswert ist außerdem, wo die Rekorde liegen. Die drei längsten Aufschwünge — 128, 120 und 106 Monate — stammen sämtlich aus der Zeit nach 1945 und liegen alle in den letzten sechs Jahrzehnten. Die beiden längsten Abschwünge dagegen stammen aus dem neunzehnten Jahrhundert und aus den Dreißigerjahren. Die Verschiebung, die die Durchschnittstabelle als Zahl zeigt, ist also nicht das Ergebnis vieler kleiner Änderungen, sondern der Lage der Extremfälle.
Die vier jüngsten Zyklen im Einzelnen
| Höhepunkt | Talsohle | Abschwung in Monaten | Vorangehender Aufschwung |
|---|---|---|---|
| Juli 1990 (1990-Q3) | März 1991 (1991-Q1) | 8 | 92 |
| März 2001 (2001-Q1) | November 2001 (2001-Q4) | 8 | 120 |
| Dezember 2007 (2007-Q4) | Juni 2009 (2009-Q2) | 18 | 73 |
| Februar 2020 (2019-Q4) | April 2020 (2020-Q2) | 2 | 128 |
In der letzten Zeile steht ein Zyklus, der in beiden Spalten einen Rekord hält: der längste Aufschwung der ganzen Reihe mit 128 Monaten und der kürzeste Abschwung mit zwei Monaten. Und in derselben Zeile steht die Quartalsangabe 2019-Q4 zu einem Höhepunkt im Februar 2020 — genau der Fall, den die Tabelle als Abweichung markiert.
Die Talsohle vom April 2020 ist zugleich der letzte Eintrag der Chronologie. Beim Abruf am 13. August 2026 trug die Seite den Hinweis, dass die Konjunkturdaten zuletzt am 14. März 2023 aktualisiert wurden. Ob seither ein neuer Wendepunkt eingetreten ist, sagt diese Quelle nicht — und damit auch diese Seite nicht.
Alle zwölf Abschwünge seit 1945, einzeln
Der Durchschnitt von 10,3 Monaten für die Zeit nach 1945 lässt sich vollständig auflösen — es sind zwölf Fälle, keine Auswahl. Die Summe ihrer Dauern beträgt 124 Monate, geteilt durch zwölf ergibt das 10,33.
| Höhepunkt | Talsohle | Dauer in Monaten |
|---|---|---|
| November 1948 | Oktober 1949 | 11 |
| Juli 1953 | Mai 1954 | 10 |
| August 1957 | April 1958 | 8 |
| April 1960 | Februar 1961 | 10 |
| Dezember 1969 | November 1970 | 11 |
| November 1973 | März 1975 | 16 |
| Januar 1980 | Juli 1980 | 6 |
| Juli 1981 | November 1982 | 16 |
| Juli 1990 | März 1991 | 8 |
| März 2001 | November 2001 | 8 |
| Dezember 2007 | Juni 2009 | 18 |
| Februar 2020 | April 2020 | 2 |
Sortiert man diese zwölf Zahlen, ergibt sich 2, 6, 8, 8, 8, 10, 10, 11, 11, 16, 16, 18. Der Median liegt damit bei 10 Monaten und der Durchschnitt bei 10,33 — hier stimmen beide ausnahmsweise fast überein. Bemerkenswert ist etwas anderes: Kein einziger dieser zwölf Fälle dauerte länger als 18 Monate, während vor 1945 Abschwünge von 43 und 65 Monaten vorkamen. Und die drei kürzesten — 2, 6 und 8 Monate — sind zugleich drei sehr verschiedene Ereignisse; die Dauer sagt nichts über die Tiefe.
Genau an diesem Punkt lohnt die Erinnerung daran, dass die Chronologie eine Datierung ist und keine Messung der Schwere. Der Abschwung von Februar bis April 2020 ist der kürzeste der ganzen Reihe seit 1854 und enthält zugleich das Quartal mit dem stärksten Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung seit 1991, nämlich −8,9 Prozent im zweiten Quartal 2020. Kurz und mild sind nicht dasselbe.
Und Deutschland?
Für Deutschland gibt es kein Gegenstück zu dieser Tabelle. Weder das Statistische Bundesamt noch die Deutsche Bundesbank noch Eurostat datieren Konjunkturwendepunkte; sie veröffentlichen Reihen. Was sich stattdessen auszählen lässt, ist die Quartalsreihe des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts: 141 Veränderungen vom zweiten Quartal 1991 bis zum zweiten Quartal 2026, davon 40 negativ, also 28,4 Prozent. Neun Abschnitte umfassen mindestens zwei negative Quartale hintereinander; der längste, von 1992 bis 1993 und der von 2008 bis 2009, jeweils vier.
Diese Auszählung ist kein Ersatz für eine Chronologie und wird hier auch nicht als solche ausgegeben. Sie beruht auf einer einzigen Größe, während eine Wendepunktdatierung mehrere abwägt; und sie kennt keine Monate, sondern nur Quartale. Eine europäische Chronologie existiert, ist aber von den beiden Adressen, unter denen sie veröffentlicht wird, am 13. August 2026 nicht abrufbar gewesen — zwei Versuche, beide mit dem Fehlercode 403 beantwortet.
Was diese Quellen nicht sagen
- Das NBER datiert eine Rezession Monate nach ihrem Beginn. Die Chronologie ist eine rückblickende Feststellung. Für die Gegenwart gibt es in ihr keinen Eintrag, und der letzte Eintrag der abgerufenen Fassung ist die Talsohle vom April 2020.
- Keine Ursache und kein Mechanismus. Warum Abschwünge nach 1945 kürzer wurden, steht nicht in der Tabelle. Konjunkturpolitik, Strukturwandel, veränderte Messmethoden: Keine dieser Erklärungen ist hier belegt, und deshalb wird keine genannt.
- Keine Phasen mit Anlagezuordnung. Verbreitete Darstellungen ordnen jeder Zyklusphase bestimmte Anlageklassen zu. Diese Zuordnung steht in keiner der geöffneten Quellen und erscheint deshalb nicht auf dieser Seite.
- Keine gleichbleibende Messgrundlage. Eine Chronologie, die 1854 beginnt, stützt sich für frühe Jahrzehnte auf ganz andere Daten als für die jüngste Zeit. Die Durchschnitte über 166 Jahre mischen daher Zeiträume mit sehr ungleicher statistischer Grundlage.
- Keine europäische Chronologie. Die Datierung für den Euroraum ist hier nicht wiedergegeben, weil die Quelle am Abruftag zweimal mit 403 antwortete. Für Deutschland gibt es überhaupt keine.
- Keine Prognose. Weder zur Dauer eines laufenden Aufschwungs noch zum Zeitpunkt eines nächsten Wendepunkts.
Wie Sie das selbst nachprüfen
- Öffnen Sie die Chronologie des NBER. Zählen Sie die Zeilen mit einem Höhepunkt und einer Talsohle: Es müssen 34 sein, die erste mit einem Höhepunkt im Juni 1857.
- Suchen Sie die Spalte mit der Dauer des Abschwungs. Der größte Wert muss 65 sein, der kleinste 2.
- Suchen Sie in der Spalte für den Aufschwung den größten Wert. Es müssen 128 Monate sein, zwischen Juni 2009 und Februar 2020.
- Lesen Sie die vier Durchschnittszeilen am Fuß der Tabelle und vergleichen Sie 21,6 mit 10,3 sowie 26,6 mit 64,2.
- Suchen Sie die Zeile mit dem Höhepunkt im Februar 2020 und prüfen Sie, welches Quartal daneben steht. Es muss 2019-Q4 sein, und die Tabelle muss das markieren.
- Prüfen Sie oberhalb der Tabelle den Hinweis auf das Datum der letzten Aktualisierung der Konjunkturdaten.
- Laden Sie für Deutschland die Quartalsveränderung bei Eurostat und zählen Sie die negativen Werte. Es müssen 40 von 141 sein.
Wohin es von hier weitergeht
- Rezessionsindikatoren — die Faustregeln, gegen dieselbe Chronologie geprüft.
- Wirtschaftsbereiche im Zyklus — welche deutschen Branchen in denselben Quartalen wie stark schwanken.
- Bruttoinlandsprodukt — die Reihe, die für Deutschland an die Stelle der Chronologie tritt.
- Alle Leitfäden zur Makroökonomie — der Bereichsindex, einen Klick von hier.
Für diese Seite geöffnete Quellen
Die Chronologie wurde am 13. August 2026 gelesen, die Reihen am selben Tag abgerufen. Zuletzt überprüft am 13. August 2026.
- National Bureau of Economic Research — US Business Cycle Expansions and ContractionsBenutzt für: die vollständige Chronologie mit Monat und Quartal jedes Höhepunkts und jeder Talsohle seit Dezember 1854, die Dauern jedes Abschwungs, jedes Aufschwungs und jedes vollständigen Zyklus sowie die vier Durchschnittszeilen am Fuß der Tabelle. Gelesen am 13. August 2026; die Seite gibt an, die Konjunkturdaten seien zuletzt am 14. März 2023 aktualisiert worden.
- Eurostat — namq_10_gdp, DeutschlandBenutzt für: 141 deutsche Quartalsveränderungen ab dem zweiten Quartal 1991, weil für Deutschland keine Wendepunktchronologie existiert und die Quartalsreihe das Einzige ist, was sich auszählen lässt. Aktualisierungszeitpunkt 12. August 2026.
- Federal Reserve Bank of St. Louis — Reihe GDPC1Benutzt für: das reale amerikanische Bruttoinlandsprodukt in Quartalsniveaus, zur Gegenprobe zwischen der Chronologie und der Quartalsreihe.
Änderungsverzeichnis
- 13. August 2026 — Seite vollständig neu geschrieben. Entfernt und nicht ersetzt: ein Phasenmodell mit Zuordnung von Anlageklassen zu Zyklusphasen, das in keiner Quelle steht; Angaben zur durchschnittlichen Zyklusdauer ohne Zeitraum; die Behauptung, Zyklen seien regelmäßig; und die Nennung einer Organisation als Autor. An ihre Stelle traten die vier Durchschnittszeiträume der amtlichen Chronologie, die acht Extremfälle mit Datum, die vier jüngsten Zyklen im Einzelnen, der Hinweis auf die abweichende Quartalsangabe beim Höhepunkt von 2020 und die ausdrückliche Angabe, dass für Deutschland keine und für den Euroraum keine erreichbare Chronologie vorliegt.
Häufige Fragen
Was ist ein Konjunkturzyklus?▼
Der Abstand zwischen zwei gleichartigen Wendepunkten: von Höhepunkt zu Höhepunkt oder von Talsohle zu Talsohle. Dazwischen liegen ein Abschwung — vom Höhepunkt bis zur Talsohle — und ein Aufschwung — von der Talsohle bis zum nächsten Höhepunkt. Für die Vereinigten Staaten sind diese Wendepunkte auf Monate datiert und öffentlich; für Deutschland gibt es keine amtliche Wendepunktdatierung.
Wie lang dauert ein Abschwung?▼
Zwischen 2 und 65 Monaten, und dieser Abstand ist die wichtigste Zahl der Chronologie. Der kürzeste Abschwung dauerte zwei Monate, von Februar bis April 2020. Der längste dauerte 65 Monate, von Oktober 1873 bis März 1879. Der Durchschnitt über alle 34 Fälle seit Dezember 1854 beträgt 17,0 Monate — ein Wert, der keinen einzelnen Fall gut beschreibt.
Sind Abschwünge kürzer geworden?▼
In der Chronologie ja, und die Tabelle weist es selbst als Teilzeitraum aus. Für die Jahre 1854 bis 1919 beträgt die durchschnittliche Dauer eines Abschwungs 21,6 Monate, für 1919 bis 1945 18,2 Monate und für 1945 bis 2020 10,3 Monate. Die durchschnittliche Dauer eines Aufschwungs stieg im selben Vergleich von 26,6 auf 35,0 und dann auf 64,2 Monate. Warum, sagt die Chronologie nicht; sie zählt nur Monate.
Welcher Aufschwung war der längste?▼
Der von Juni 2009 bis Februar 2020 mit 128 Monaten. Der zweitlängste ist der von März 1991 bis März 2001 mit 120 Monaten, der drittlängste der von Februar 1961 bis Dezember 1969 mit 106 Monaten. Alle drei liegen in der Zeit nach 1945, und alle drei sind länger als der Durchschnitt der gesamten Reihe von 41,4 Monaten.
Wie lang ist ein vollständiger Zyklus?▼
Von Talsohle zu Talsohle gerechnet 58,4 Monate im Durchschnitt über die gesamte Reihe, von Höhepunkt zu Höhepunkt 59,2 Monate. Für die Zeit nach 1945 lauten dieselben Werte 74,5 und 75,0 Monate. Es sind Durchschnitte über sehr ungleiche Fälle: Der Zyklus, der im April 2020 endete, dauerte von Talsohle zu Talsohle 130 Monate.
Warum steht in der Chronologie manchmal ein anderes Quartal als erwartet?▼
Weil Monat und Quartal getrennt bestimmt werden. Die Tabelle des NBER weist zu jedem Wendepunkt sowohl den Monat als auch das Quartal aus und markiert eigens jene Fälle, in denen das angegebene Quartal den angegebenen Monat nicht enthält. Der Höhepunkt vom Februar 2020 trägt beispielsweise das Quartal 2019-Q4. Wer aus der Chronologie Quartale ableitet, muss diese Markierung beachten.
Gibt es eine deutsche Konjunkturchronologie?▼
Keine amtliche. Weder das Statistische Bundesamt noch die Deutsche Bundesbank noch Eurostat datieren Wendepunkte; sie veröffentlichen Reihen. Für den Euroraum besteht ein Datierungskomitee, dessen Chronologie im Netz steht — die beiden Adressen, unter denen sie veröffentlicht wird, antworteten am 13. August 2026 bei zwei Versuchen mit dem Fehlercode 403. Diese Seite gibt daher keine europäischen Wendepunktdaten wieder.
Kann man aus der durchschnittlichen Dauer auf die nächste schließen?▼
Diese Seite tut es nicht und rät davon ab, aus einem sehr konkreten Grund: Die Streuung ist größer als der Durchschnitt. Abschwünge dauerten zwischen 2 und 65 Monaten, Aufschwünge zwischen 10 und 128. Ein Durchschnitt von 17,0 Monaten beschreibt eine Verteilung, in der der kürzeste Fall ein Achtel und der längste fast das Vierfache dieses Werts ausmacht. Hinzu kommt, dass die Chronologie erst nachträglich entsteht.
Vextor Capital ist kein Anlage- und kein Steuerberater und kein Forschungsinstitut, und erhält kein Entgelt von Datenanbietern. Diese Seite enthält keine Produktempfehlung.