Risikoaufschläge am Anleihemarkt, ohne die Zahlen, die man nicht zeigen darf
Über Risikoaufschläge wird fast immer anhand derselben zwei Indexreihen geschrieben — und deren Datei bei der Federal Reserve Bank of St. Louis trägt den Vermerk, dass ihre Wiedergabe in jeder Form ohne vorherige schriftliche Erlaubnis untersagt ist. Diese Seite gibt sie deshalb nicht wieder. Sie benutzt stattdessen drei Reihen ohne Nutzungsbeschränkung, darunter eine, die bis Januar 1919 zurückreicht, und eine, die sich aus zwei amtlichen europäischen Zinsstrukturkurven selbst bilden lässt.
Drei Aufschläge, eine erklärte Lücke, keine Empfehlung
Was gerechnet wurde. Der tägliche Abstand zwischen Baa-Unternehmensanleihen und der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihe wurde über 10.151 Handelstage auf Median, Mittelwert, Extremwerte und Häufigkeitsverteilung ausgewertet. Aus den beiden europäischen Zinsstrukturkurven wurde ein eigener Aufschlag über 5.606 Tage gebildet. Dazu kommen die monatlichen Abstände von vier Staaten gegenüber Deutschland. Alles am 13. August 2026 abgerufen.
Was nicht enthalten ist. Keine optionsbereinigten Aufschläge und keine Werte aus den bekannten Anleiheindizes: Die entsprechende Datei untersagt die Wiedergabe und liefert überdies nur drei Jahre Geschichte. Keine Ausfallquoten, keine Rückgewinnungsquoten, keine Emittentennamen und keine einzelne Anleihe.
Was diese Seite nicht ist. Keine Anlageberatung, keine Kaufschwelle, keine Prognose. Vextor Capital hält keine Anleihen, verwaltet kein Vermögen und erhält kein Entgelt von Emittenten, Banken oder Datenanbietern.
Was ein Aufschlag ist, und was er nicht ist
Zwei Anleihen mit derselben Restlaufzeit, verschiedene Schuldner, verschiedene Renditen: Die Differenz ist der Aufschlag. Dieser Renditeabstand ist rechnerisch eine Subtraktion und inhaltlich eine Sammelgröße. In ihr stecken mindestens drei Dinge, die sich aus der Zahl selbst nicht trennen lassen: die Erwartung, dass der Schuldner nicht vollständig zahlt, also seine Bonität; der Preis dafür, dass sich das Papier schlechter verkaufen lässt; und die Wirkung von Ausstattungsmerkmalen wie einem Kündigungsrecht des Emittenten.
Deshalb ist ein Aufschlag keine Rendite, die man bekommt. Er ist eine Rendite vor Ausfällen. Ob am Ende mehr übrig bleibt als bei der Staatsanleihe, hängt davon ab, wie viele Schuldner zahlen — und das steht in keiner Renditereihe, auch nicht in den hier verwendeten. Diese Seite misst die Aufschläge und trifft keine Aussage darüber, ob sie ihr Risiko vergüten.
Die Verteilung, und warum sie wichtiger ist als der Höchstwert
Über die 10.151 Handelstage vom 2. Januar 1986 bis zum 10. August 2026 beträgt der Median des amerikanischen Aufschlags 2,14 Prozentpunkte und der Mittelwert 2,27. Dass der Mittelwert über dem Median liegt, ist bereits der Hinweis auf eine schiefe Verteilung; die Auszählung nach Schwellen macht sie sichtbar:
| Aufschlag | Tage | Anteil an 10.151 |
|---|---|---|
| mindestens 2,00 pp | 5.886 | 58,0 % |
| mindestens 3,00 pp | 1.279 | 12,6 % |
| mindestens 4,00 pp | 176 | 1,7 % |
| mindestens 5,00 pp | 135 | 1,3 % |
| mindestens 6,00 pp | 17 | 0,2 % |
Zwischen der Schwelle 3,00 und der Schwelle 4,00 fällt die Häufigkeit von 1.279 auf 176 Tage, also um das Siebenfache. Und die 135 Tage ab 5,00 Prozentpunkten sind nicht über vier Jahrzehnte verteilt: Der erste liegt am 16. Oktober 2008, der letzte am 1. Mai 2009. Praktisch die gesamte extreme Zone dieser Reihe stammt aus sieben Monaten. Wer eine Regel der Form «ab 5,00 wird es ernst» aufstellt, stützt sie damit auf eine einzige Episode — nicht auf eine Häufigkeit.
Der Höchstwert der Reihe beträgt 6,16 Prozentpunkte am 4. Dezember 2008, der Tiefstwert 1,16 am 20. März 1989. Am 10. August 2026 lag der Aufschlag bei 1,62 und damit deutlich unter dem Median der Reihe — was für sich genommen keine Aussage über die Zukunft enthält.
Drei Reihen ohne Nutzungsbeschränkung
| Reihe | Umfang | Mitte | Höchstwert | Letzter Wert |
|---|---|---|---|---|
| Baa gegen zehnjährige Staatsanleihe, täglich | 10.151 Tage ab 02.01.1986 | Median 2,14 pp | Höchstwert 6,16 am 04.12.2008 | 1,62 am 10.08.2026 |
| Baa gegen Aaa, monatlich | 1.291 Monate ab Januar 1919 | — | Höchstwert 5,64 im Mai 1932 | 0,43 im Juli 2026 |
| Euroraum: alle Staatsanleihen gegen AAA, zehn Jahre | 5.606 Tage ab 06.09.2004 | Median 0,556 pp | Höchstwert 1,948 am 23.07.2012 | 0,414 am 11.08.2026 |
Die zweite Zeile ist die ungewöhnlichste. Sie vergleicht nicht Unternehmen mit dem Staat, sondern zwei Bewertungsklassen miteinander — Aaa gegen Baa, beide im Anlagebereich. Ihr Höchstwert von 5,64 Prozentpunkten stammt aus dem Mai 1932, ihr Tiefstwert von 0,32 aus dem Januar 1966, und im Juli 2026 lag sie bei 0,43. Eine Reihe, die 1919 beginnt, ordnet die Aufregung um einzelne Jahre neu ein: Der Abstand zwischen zwei Bewertungsstufen ist heute näher an seinem historischen Tiefstwert als an seinem Mittel.
Die dritte Zeile ist eine eigene Rechnung. Die Europäische Zentralbank veröffentlicht ihre Zinsstrukturkurve in zwei Fassungen: eine, die alle Zentralstaatsanleihen des Euroraums einbezieht, und eine, die nur Papiere mit AAA-Bewertung berücksichtigt. Die Differenz bei zehn Jahren Laufzeit ist damit der Aufschlag, den der Markt für die schlechter bewerteten Staaten des Währungsgebiets verlangt — vollständig aus amtlichen Reihen, ohne Zwischenhändler. Ihr Höchstwert von 1,948 Prozentpunkten am 23. Juli 2012 und ihr Tiefstwert von 0,007 am 31. Oktober 2005 unterscheiden sich um den Faktor 278.
Einzelne Staaten gegen Deutschland
Für den europäischen Leser ist der bekanntere Aufschlag der zwischen einzelnen Staaten und Deutschland. Er lässt sich aus den monatlichen langfristigen Zinssätzen bilden, die für die Konvergenzprüfung erhoben werden. Stand jeweils Juli 2026:
| Staat | Juli 2026 | Höchstwert der Reihe | Höchstwert 2010–2013 |
|---|---|---|---|
| Italien | 0,811 pp | 6,949 pp im Oktober 1992 | 5,187 pp im November 2011 |
| Spanien | 0,460 pp | 5,554 pp im Juli 2012 | — |
| Griechenland | 0,720 pp | 27,390 pp im Februar 2012 | — |
| Frankreich | 0,780 pp | 1,910 pp im Januar 1990 | — |
Die italienische Zeile enthält den überraschendsten Befund der Seite. Der höchste Abstand zwischen Italien und Deutschland liegt nicht in der Staatsschuldenkrise, sondern im Oktober 1992, mit 6,949 Prozentpunkten — also in einer Zeit, in der beide Länder noch eigene Währungen hatten. Der Höchstwert der Jahre 2010 bis 2013 beträgt 5,187 Prozentpunkte im November 2011 und liegt damit 1,76 Prozentpunkte darunter. Wer die Reihe erst ab 1999 betrachtet, sieht diesen Vergleich nicht.
Die griechische Zeile zeigt die andere Randlage: 27,39 Prozentpunkte im Februar 2012. Ein Abstand dieser Größe ist keine Abstufung mehr, sondern eine andere Anlageklasse. Im Juli 2026 liegt derselbe Abstand bei 0,72 Prozentpunkten und damit unter dem französischen von 0,78 — eine Beobachtung, die diese Seite nicht deutet und die nur als Zahl aus derselben Datei stammt.
Was diese Quellen nicht sagen
- Die bekannten Spread-Indizes dürfen hier nicht stehen. Die Datei mit den optionsbereinigten Aufschlägen trägt den Vermerk «Reproduction of this data in any form is prohibited except with the prior written permission of…» und liefert nur die jüngsten drei Jahre. Das ist eine Nutzungsbeschränkung des Indexanbieters, keine Wertung dieser Seite — und der Grund, warum hier andere Reihen stehen.
- Kein Ausfallrisiko in Zahlen. Wie viele Schuldner tatsächlich nicht gezahlt haben und wie viel dabei zurückgeflossen ist, steht in keiner der geöffneten Reihen. Ohne diese Größen lässt sich nicht sagen, ob ein Aufschlag sein Risiko vergütet hat.
- Kein handelbarer Preis. Die europäischen Kurven sind geschätzte Renditen aus einem Modell, die amerikanischen Reihen sind Durchschnitte über Anleihegruppen. Keine dieser Zahlen ist ein Kurs, zu dem jemand gekauft hat.
- Bewertungen sind Urteile von Unternehmen. «Aaa» und «Baa» sind Einstufungen einer privaten Ratingagentur. Wie sie zustande kommen und wie oft sie sich ändern, steht nicht in den Renditereihen, und die Methodik der Agentur wurde für diese Seite nicht geöffnet.
- Keine Kursreihe deutscher Unternehmensanleihen. Ein Aufschlag speziell für deutsche Emittenten ließe sich nur aus einem Index bilden, dessen Wiedergabe denselben Beschränkungen unterliegt. Diese Seite nennt dafür keine Zahl.
- Keine Prognose und keine Schwelle. Es wird kein Niveau genannt, ab dem man kaufen oder verkaufen sollte, und keine Erwartung über den weiteren Verlauf geäußert.
Wie Sie das selbst nachprüfen
- Laden Sie
BAA10Ybei der Federal Reserve Bank of St. Louis. Es müssen 10.151 Werte sein, beginnend am 2. Januar 1986. - Bilden Sie den Median: 2,14. Zählen Sie die Tage mit einem Wert ab 5,00; es müssen 135 sein. Schauen Sie sich deren Daten an, bevor Sie daraus eine Regel machen.
- Öffnen Sie die Seite einer der Reihen zu optionsbereinigten Aufschlägen und lesen Sie den Urheberrechtsvermerk sowie das erste Datum der Reihe. Beides steht dort im Klartext.
- Laden Sie
AAAundBAAund bilden Sie die Differenz. Der höchste Wert muss im Mai 1932 liegen. - Rufen Sie im Datenportal der Europäischen Zentralbank beide Zehnjahreskurven ab und subtrahieren Sie. Für den 11. August 2026 müssen 3,5897 minus 3,1761 gleich 0,414 Prozentpunkte herauskommen.
- Rufen Sie die langfristigen Zinssätze für Italien und Deutschland ab und bilden Sie die Differenz Monat für Monat. Der Höchstwert muss im Oktober 1992 liegen, nicht im Jahr 2011 oder 2012.
Wohin es von hier weitergeht
- Zinskurve — die andere Renditedifferenz, über vier Jahrzehnte ausgezählt.
- Rezessionsindikatoren — wo dieser Aufschlag in der Reihe der Frühindikatoren steht.
- Zinsen und Aktien — warum Renditereihen frei sind und Kursindizes nicht.
- Alle Leitfäden zur Makroökonomie — der Bereichsindex, einen Klick von hier.
Für diese Seite geöffnete Quellen
Alle Reihen wurden am 13. August 2026 abgerufen und an diesem Tag ausgewertet. Zuletzt überprüft am 13. August 2026.
- Federal Reserve Bank of St. Louis — Reihe BAA10YBenutzt für: der tägliche Abstand zwischen der Rendite langfristiger Unternehmensanleihen mit der Bewertung Baa von Moody's und der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihe, 10.151 Werte vom 2. Januar 1986 bis zum 10. August 2026; abgerufen am 13. August 2026.
- Federal Reserve Bank of St. Louis — Reihen AAA und BAABenutzt für: die monatlichen Renditen langfristiger Unternehmensanleihen mit den Bewertungen Aaa und Baa ab Januar 1919, 1.291 Werte je Reihe, aus denen der Abstand zwischen den beiden Bewertungsklassen gebildet wurde.
- Europäische Zentralbank, Data Portal — Zinsstrukturkurven des EuroraumsBenutzt für: die geschätzten Zehnjahresrenditen in zwei Fassungen — alle Zentralstaatsanleihen des Euroraums und nur Papiere mit AAA-Bewertung —, 5.606 gemeinsame Handelstage, aus deren Differenz der europäische Aufschlag gebildet wurde.
- Europäische Zentralbank, Data Portal — langfristige Zinssätze für die KonvergenzprüfungBenutzt für: die monatlichen langfristigen Zinssätze für Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland, aus denen die Abstände gegenüber Deutschland gebildet wurden; die deutsche Reihe umfasst 439 Monatswerte, die italienische 425.
Änderungsverzeichnis
- 13. August 2026 — Seite vollständig neu geschrieben. Entfernt und nicht ersetzt: Zahlenwerte aus den optionsbereinigten Indexreihen, deren Wiedergabe der Anbieter untersagt; «typische» Bandbreiten für Aufschläge ohne Auszählung; Schwellen, ab denen ein Kauf oder Verkauf angezeigt sei; Angaben zu Kreditderivateindizes ohne Quelle; und die Nennung einer Organisation als Autor. An ihre Stelle traten die vollständige Verteilung des amerikanischen Aufschlags über 10.151 Tage, die Monatsreihe ab 1919, ein selbst gebildeter europäischer Aufschlag aus zwei amtlichen Kurven und die Abstände von vier Staaten gegenüber Deutschland samt der Feststellung, dass der italienische Höchstwert aus dem Jahr 1992 stammt.
Häufige Fragen
Was ist ein Risikoaufschlag bei Anleihen?▼
Der Unterschied zwischen der Rendite einer Anleihe und der Rendite einer als sicherer geltenden Anleihe mit vergleichbarer Laufzeit — in der Regel einer Staatsanleihe. Er wird in Prozentpunkten angegeben. Ein Aufschlag von 1,62 Prozentpunkten bedeutet, dass die betreffende Anleihe 1,62 Prozentpunkte mehr Rendite bietet als die Vergleichsanleihe. Was in diesem Abstand steckt — Ausfallrisiko, geringere Handelbarkeit, Ausstattungsmerkmale —, sagt die Zahl selbst nicht.
Wie hoch sind Risikoaufschläge üblicherweise?▼
Für den längsten frei nachrechenbaren amerikanischen Aufschlag — langfristige Unternehmensanleihen mit der Bewertung Baa gegen die zehnjährige Staatsanleihe — liegt der Median über 10.151 Handelstage vom 2. Januar 1986 bis zum 10. August 2026 bei 2,14 Prozentpunkten und der Mittelwert bei 2,27. An 58,0 Prozent aller Tage lag der Wert bei mindestens 2,00, an 12,6 Prozent bei mindestens 3,00 und an 1,3 Prozent bei mindestens 5,00. Am 10. August 2026 betrug er 1,62.
Wann waren die Aufschläge am höchsten?▼
Der höchste Tageswert der Reihe ist 6,16 Prozentpunkte am 4. Dezember 2008, der niedrigste 1,16 am 20. März 1989. Aufschlussreicher als die Extremwerte ist ihre Verteilung: Von den 135 Tagen mit einem Wert ab 5,00 fällt der weit überwiegende Teil in die Zeit zwischen dem 16. Oktober 2008 und dem 1. Mai 2009. Die Reihe umfasst vier Jahrzehnte, aber ihre extremen Tage stammen im Wesentlichen aus sieben Monaten.
Gibt es auch eine sehr lange Reihe?▼
Ja, als Monatsreihe. Die Renditen langfristiger Unternehmensanleihen mit den Bewertungen Aaa und Baa liegen ab Januar 1919 vor, das sind 1.291 Monatswerte. Der Abstand zwischen beiden — also der Aufschlag für die schlechtere von zwei Bewertungsklassen, beide noch im Anlagebereich — betrug im Juli 2026 0,43 Prozentpunkte. Sein Höchstwert liegt bei 5,64 im Mai 1932, sein Tiefstwert bei 0,32 im Januar 1966.
Wie misst man das im Euroraum?▼
Über die Zinsstrukturkurven der Europäischen Zentralbank. Sie veröffentlicht zwei Fassungen: eine aus allen Zentralstaatsanleihen des Währungsgebiets, eine nur aus Papieren mit AAA-Bewertung. Die Differenz zwischen beiden bei zehn Jahren Laufzeit ist ein Aufschlag, der sich vollständig aus amtlichen Reihen bilden lässt. Über 5.606 Handelstage vom 6. September 2004 bis zum 11. August 2026 liegt sein Median bei 0,556 Prozentpunkten, sein Höchstwert bei 1,948 am 23. Juli 2012 und sein Tiefstwert bei 0,007 am 31. Oktober 2005. Am 11. August 2026 betrug er 0,414.
Wie groß waren die Abstände einzelner Staaten zu Deutschland?▼
Aus den monatlichen langfristigen Zinssätzen, die für die Konvergenzprüfung erhoben werden, ergeben sich diese Abstände gegenüber Deutschland: Italien im Juli 2026 0,811 Prozentpunkte, mit einem Höchstwert von 6,949 im Oktober 1992 und 5,187 im November 2011; Spanien 0,46 mit einem Höchstwert von 5,554 im Juli 2012; Griechenland 0,72 mit einem Höchstwert von 27,39 im Februar 2012; Frankreich 0,78 mit einem Höchstwert von 1,91 im Januar 1990. Der italienische Höchstwert liegt also nicht in der Staatsschuldenkrise, sondern 1992.
Warum stehen hier keine Zahlen zu den bekannten Spread-Indizes?▼
Weil die Datei, die sie liefert, ihre Wiedergabe untersagt. Die Reihen zu den optionsbereinigten Aufschlägen amerikanischer Unternehmensanleihen tragen bei der Federal Reserve Bank of St. Louis den Vermerk «Copyright, 2023, ICE Data Indices. Reproduction of this data in any form is prohibited except with the prior written permission of…». Zusätzlich liefert die Schnittstelle für diese Reihen nur die jüngsten drei Jahre: Beim Abruf am 13. August 2026 begann sie am 14. August 2023. Diese Seite gibt daraus keine Werte wieder und benutzt stattdessen Reihen ohne Nutzungsbeschränkung.
Kann man aus einem Aufschlag eine Anlageentscheidung ableiten?▼
Diese Seite leitet keine ab und gibt keine Empfehlung. Was sie zeigt, mahnt ohnehin zur Vorsicht: Die Verteilung ist stark schief, extreme Werte kommen in vier Jahrzehnten praktisch einmal vor, und eine Schwelle wie «ab 5,00 Prozentpunkten» beruht damit auf einer einzigen Beobachtung. Hinzu kommt, dass ein Aufschlag eine Rendite vor Ausfällen ist: Was am Ende übrig bleibt, hängt davon ab, wie viele der Schuldner zahlen — und das steht in keiner Renditereihe.
Vextor Capital ist kein Wertpapierdienstleistungsunternehmen und kein Anlageberater, hält keine Anleihen und erhält kein Entgelt von Emittenten, Banken, Ratingagenturen oder Indexanbietern.